
Das Ordnungsdenken im christlich-orthodoxen Raum; Nation, Religion und Politik im öffentlichen Diskurs der Rumänisch-Orthodoxen Kirche Siebenbürgens i - Hardcover
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Das Buch rekonstruiert die Konzeption der Orthodoxen Kirche Siebenbürgens über die soziale Ordnung Rumäniens in der Zwischenkriegszeit. Der Autor fasst dieses regional geprägte Ordnungsdenken durch das Konzept der politischen Ethnotheologie zusammen. Dieser zufolge wäre die nationale Gemeinschaft mit der orthodoxen Gemeinschaft identisch, daher sollte der nationale Staat zugleich auch orthodox sein. Die soziale Ordnung, die er schafft, sollte eine legale Kodifizierung der moralischen Ordnung sein, die die Orthodoxie der Nation eingeprägt hat. Dieser Syllogismus erklärt die Haltung der Kirche gegenüber der ethnisch-religiösen Alterität und beleuchtet, warum sie die rechtsextremen politischen Bewegungen, die versprachen, den rumänischen Staat in einen christlichen Staat umzuwandeln, mit Sympathie betrachtete.
Marian Pătru studierte Orthodoxe Theologie an der Lucian-Blaga-Universität Sibiu/Hermannstadt und Ökumenische Theologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mit der vorliegenden Untersuchung promovierte er im Bereich Geschichtliche Theologie am Institut für Orthodoxe Theologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.
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